Der Ort mit den meisten Möglichkeiten für die kindliche Entwicklung durch kreatives Spiel im Außenbereich ist die freie Natur. Wälder, Wiesen, Berge, Bäche, Strände bieten das größte Potenzial, Entdeckungen zu machen, die Fantasie anzuregen und Spielwelten zu entwickeln. Solche Räume gibt es aber in Ballungsgebieten kaum. Also bauen wir Spielplätze, um die Entwicklung unserer Kinder spielerisch zu fördern und ihrem Bewegungsdrang in geschützten Räumen gerecht zu werden.
Warum Robinie?
Bei der Planung von Spielplätzen gewinnt Robinienholz als Baumaterial immer mehr an Bedeutung – dafür sprechen zahlreiche Vorteile.
Extreme Dauerhaftigkeit
Das Kernholz der Robinie ist besonders widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen und holzzerstörenden Pilzen. Es wird der Dauerhaftigkeitsklasse 1–2 (nach DIN EN 350-2) zugeordnet. Genauso eingestuft sind Tropenhölzer, die aber wegen der Abholzung der Regenwälder bereits seit vielen Jahren nicht mehr für den Bau von Spielplätzen verwendet werden. Die Robinie ist also die einzige heimische Holzart in dieser höchsten Dauerhaftigkeitsklasse. Zum Vergleich:
– Eiche und Edelkastanie: Klasse 2
– Lärche und Douglasie: Klasse 3-4
– Fichte, Tanne, Ulme: Klasse 4
– Buche, Birke, Esche, Linde: Klasse 5 (nicht dauerhaft)
Unbedenkliches Material
Robinienholz ist von Natur aus so dauerhaft, dass es keine Imprägnierung benötigt.
Das bedeutet:
– keine chemischen Zusätze
– keine Auswaschung in den Boden
– unbedenklich bei Hautkontakt – Gerade im Spielplatzbau ist das ein entscheidender Vorteil.
Warum Rundholz entsplintet werden muss
Der Dauerhaftigkeitsklasse 1-2 zugeordnet ist nur das adulte Kernholz der Robinie (älter als 15 Jahre). Die jüngeren Jahresringe bilden das Splintholz. Ein entscheidender Punkt bei der Verarbeitung von Robinien-Rundholz für den Spielplatzbau ist also das sogenannte Entsplinten, wobei das Splintholz entfernt wird und nur das Kernholz bleibt.
Natürliche Formgebung und Individualität
Robinien-Rundholz wird in seiner natürlichen Wuchsform verarbeitet. Krümmungen und Ungleichmäßigkeiten bleiben erhalten. So entstehen Spielräume, die sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügen oder – in urbaner Umgebung – selbst ein Stück Natur darstellen. Im Gegensatz dazu wirken Spielgeräte aus Metall, Kunststoff oder gefrästen Nadelhölzern oft technisch und künstlich. Spielplätze aus Robinienholz sind immer, auch wenn sie die gleichen Spielelemente enthalten, einzigartig.
Natürliche Farben
Robinie kann naturbelassen bleiben – muss es aber nicht. Die natürliche Oberfläche überzeugt durch die warme Holzfarbe, die besonders schöne Maserung und eine angenehme Haptik. Mit der Zeit entwickelt das Holz eine silbrig-graue Patina, ohne an Qualität zu verlieren.
Wer möchte, kann das Holz auch farbig gestalten. Es gibt gelungene Beispiele, bei denen Farbe zurückhaltend und harmonisch eingesetzt wird.
Beispiel für eine harmonische Farbgestaltung eines Spielplatzes aus Robinienholz
Nachhaltigkeit
Robinie wird seit dem 19. Jahrhundert in Europa gezielt angebaut. Sie wächst schnell und wird heute überwiegend in Plantagen bewirtschaftet.
Zertifizierungen wie FSC stehen für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen.
Wie lange hält Robinienholz wirklich?
Aus unserer praktischen Erfahrung lässt sich die Haltbarkeit von Robinien-Kernholz wie folgt einschätzen (ohne Gewähr):
– Im Boden: bis zu 20 Jahre
– Oberirdisch: bis zu 18 Jahre, meist etwa 15 Jahre
– Bei starker Nutzung (Klettern, Greifen): 12-15 Jahre
– Bei großen Astlöchern, Faulstellen oder Schwachstellen teilweise unter 10 Jahre
Fazit
Robinienholz ist einer der langlebigsten, natürlichsten und sichersten Baustoffe für den Spielplatzbau.
Seine Dauerhaftigkeit, die natürliche Optik und der Verzicht auf chemischen Holzschutz machen es zur idealen Wahl für naturnahe Spielräume.
Besonders wichtig ist dabei die fachgerechte Verarbeitung – vor allem das Entsplinten und die Auswahl geeigneter Stämme.
Warum Rundholz entsplintet werden muss
Der Dauerhaftigkeitsklasse 1-2 zugeordnet ist nur das adulte Kernholz der Robinie (älter als 15 Jahre). Die jüngeren Jahresringe bilden das Splintholz. Ein entscheidender Punkt bei der Verarbeitung von Robinien-Rundholz für den Spielplatzbau ist also das sogenannte Entsplinten, wobei das Splintholz entfernt wird und nur das Kernholz bleibt.
Beispiel für eine harmonische Farbgestaltung eines Spielplatzes aus Robinienholz
Bunte Spielgeräte aus Kunststoff und Metall – ein anderer Ansatz für die Schaffung von Spielräumen
Wie lange hält Robinienholz wirklich?
Aus unserer praktischen Erfahrung lässt sich die Haltbarkeit von Robinien-Kernholz wie folgt einschätzen (ohne Gewähr):
– Im Boden: bis zu 20 Jahre
– Oberirdisch: bis zu 18 Jahre, meist etwa 15 Jahre
– Bei starker Nutzung (Klettern, Greifen): 12-15 Jahre
– Bei großen Astlöchern, Faulstellen oder Schwachstellen teilweise unter 10 Jahre

